Conti Achat

Der Prospekt der Conti 172. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Achat“ wurde am 20.05.2010 herausgegeben. Bei der MS Conti Achat handelt es sich um einen Supramax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 57.000 tdw.

Das Schiff war von der Conti Unternehmensgruppe im April 2008 von der Brighton Shipping Company Co., Ltd, Naussau – noch im Bau befindlich – übernommen worden. Es wurde am 18.05.2010 von der Werft an die Beteiligungsgesellschaft ausgeliefert.

Der Baupreis für das Schiff betrug – wie auch bei den Schwesterschiffen MS Conti Ametrin und MS Conti Almandin - 39.900.000,- US$. Die HSH Nordbank finanzierte den Baupreis. Sie gewährte einen Zwischenfinanzierungskredit in Höhe von 40 Mio. US$, welcher bei Ablieferung des Schiffes teilweise zurückgeführt werden musste und im Übrigen in ein Schiffshypothekendarlehen umgewandelt wurde. Durch das eingeworbene Kommanditkapital von planmäßig 14,5 Mio. € sollte die Verpflichtung zur Teilrückführung des Kredits gegenüber der HSH Nordbank erfüllt werden, für die Zeit bis zur vollständigen Einwerbung des Kommanditkapitals gewährte die HSH Nordbank einen Eigenmittel-Zwischenfinanzierungskredit in Höhe von 9,5 Mio. €. Mit der STX Pan Ocean Co. Ltd, Südkorea war ein 12-jähriger Chartervertrag abgeschlossen. Die STX Pan Ocean Co. Ltd ist im Jahr 2013 in Konkurs gegangen.

In einer Fachzeitschrift vom April 2010 wird auf eine bereits bestehende und sich weiter verschärfende Überkapazität hingewiesen die sich negativ auf die Charterraten auswirken. Der Prospekt attestiert der Conti Achat demgegenüber dennoch ein positives Marktumfeld, so dass die Chancen und Risiken der Beteiligung nach Auffassung von Witt Rechtsanwälte falsch dargestellt werden.
Es liegt daher ein Prospektfehler vor, welcher– nach Ansicht von Witt Rechtsanwälte - einen Schadenersatzanspruch der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter nach den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne begründet.

Die Übernahme der Firmenanteile von Conti durch den Reeder Offen kann ein positive Wendung für die Auslastung des Schiffes sein, da die HSH Nordbank jedoch zu Februar 2018 aufgrund der „faulen Schiffskredite“ abgewickelt werden soll, könnten sich hieraus neue Probleme ergeben. Witt Rechtsanwälte informiert Sie gerne in einem kostenlosen Informationsgespräch über die weiteren Möglichkeiten.