Conti Alexandrit

Mit der Einwerbung der Anleger zum Conti 173. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Alexandrit“ Schifffonds wurde im Juni 2010 begonnen. Bei der MS Conti Alexandrit handelt es sich um einen Supramax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 57.000 tdw.

Das Schiff war im September 2010 von der Werft an die Beteiligungsgesellschaft ausgeliefert worden.

Der Baupreis für das Schiff betrug 39.900.000,- US$. Die Finanzierung erfolgte über einen Zwischenfinanzierungskredit, welcher bei Ablieferung des Schiffes teilweise zurückgeführt werden musste und im Übrigen in ein Schiffshypothekendarlehen umgewandelt wurde. Durch das eingeworbene Kommanditkapital von planmäßig 14,5 Mio. € sollte die Verpflichtung zur Teilrückführung des Kredits gegenüber finanzierenden Bank erfüllt werden. Mit der STX Pan Ocean Co. Ltd, Südkorea war ein 12-jähriger Chartervertrag abgeschlossen. Die STX Pan Ocean Co. Ltd ist im Jahr 2013 in Konkurs gegangen.

Über das Vermögen der Fondsgesellschaft wurde mit Beschluss des AG Lüneburg vom 19.09.2016 unter dem Aktenzeichen 56 IN 58/16 das Insolvenzverfahren eröffnet.

In einer Fachzeitschrift vom April 2010 wird auf eine bereits bestehende und sich weiter verschärfende Überkapazität hingewiesen die sich negativ auf die Charterraten auswirken. Der Prospekt der Conti Alexandrit spricht von einem positiven Marktumfeld, obwohl dies bekanntermaßen seit 2009 nicht mehr der Fall ist. Die Beteiligung wird daher im Prospekt nach Auffassung von Witt Rechtsanwälte falsch dargestellt, so dass ein Prospektfehler vorliegt, der zu einer Schadenersatzverpflichtung der Gründungsgesellschafter führt.

Witt Rechtsanwälte informiert Sie gerne in einem kostenlosen Informationsgespräch über die weiteren Möglichkeiten.