Conti Almandin

Die Conti 174. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS „Conti Almandin“ wurde als Publikumsfonds ab Juli 2010 aufgelegt. Es handelt sich um einen Schiffsfonds der den Betrieb des Bulker-Schiffs Conti Almandin zum Gegenstand hat. Bulker-Schiffe sind Massegutfrachter die Schüttgut transportieren.

Das Schiff wurde von der ursprünglichen Fondsgesellschaft, welche von der Conti Unternehmensgruppe im Mai 2007 gegründet wurde, bereits im Jahr 2008 von der Brighton Shipping Company Co., Ltd, Naussau – noch im Bau befindlich – übernommen.

Der Baupreis für das Schiff betrug 39.900.000,- US$. Er war in Teilraten fällig. Die teilweise Finanzierung des Kaufpreises für das Schiff erfolgte durch die HSH Nordbank. Diese hatte der Beteiligungsgesellschaft einen Zwischenfinanzierungskredit in Höhe von 40 Mio. US$ gewährt, welcher bei Ablieferung des Schiffes (also am 29.11.2010) teilweise zurückgeführt werden musste und im Übrigen in ein Schiffshypothekendarlehen über 28 Mio. US$ und ein Kontokorrentkredit von 2,4 Mio. US$ umgewandelt wurde. Im Hinblick auf den Kaufpreis ergab sich also eine Finanzierungslücke von 11,9 Mio. US$ welche durch die Einwerbung von Kommanditkapital in Höhe von 14,4 Mio. € geschlossen werden sollte. Vor diesem Hintergrund wurde ab Juli 2010 mit der Einwerbung der Anleger begonnen.

Bereits seit dem Jahre 2009 war in Fachkreisen bekannt, dass eine erhebliche Überkapazität an Massenguttransportschiffen (Bulker) vorhanden war, welche sich – damals bereits absehbar – aufgrund eines erheblichen Bestandes an Bauaufträgen, die in den Jahren ab 2010 zur Auslieferung kommen sollten, weiter vergrößern würde. Einen Hinweis auf diese Tatsache findet sich im Prospekt nicht. Vielmehr wird dem Schiff ein positives Marktumfeld attestiert. Der Prospekt ist daher fehlerhaft und zeichnet ein falsches Bild von den Chancen und Risiken der Beteiligung. Aus diesem Grund ergibt sich – nach Ansicht von Witt Rechtsanwälte -  ein Schadenersatzanspruch der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter nach den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne.


Witt Rechtsanwälte hat nun die ersten Schadenersatzklagen gegen die Gründungsgesellschafter sowie die Bremer Bereederungsgesellschaft bei Gericht eingereicht. Die Übernahme der Firmenanteile von Conti durch den Reeder Offen kann ein positive Wendung für die Auslastung des Schiffes sein, da die HSH Nordbank jedoch zu Februar 2018 aufgrund der „faulen Schiffskredite“ abgewickelt werden soll, könnten sich hieraus neue Probleme ergeben. Witt Rechtsanwälte bietet betroffenen Anlegern ein kostenloses Informationsgespräch an.