Conti Ametrin

Der Prospekt des Conti 177. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Ametrin“ Schifffonds stammt vom 08.02.2011. Wie bei dem Schwesterschiff, der „MS Conti Almandin“ handelt es sich auch bei der „MS Conti Ametrin“ um ein Bulker-Schiff, welches von der Conti Unternehmensgruppe im April 2008 von der Brighton Shipping Company Co., Ltd, Naussau – noch im Bau befindlich – übernommen worden war.

Der Baupreis für das Schiff betrug ebenfalls 39.900.000,- US$. Die Finanzierung erfolgte durch einen Zwischenfinanzierungskredit in Höhe von 37,1 Mio. US$ der Deutschen Schiffsbank AG und der Commerzbank AG, Hamburg, welcher bei Ablieferung des Schiffes teilweise zurückgeführt werden musste und im Übrigen in ein Schiffshypothekendarlehen umgewandelt wurde. Durch das eingeworbene Kommanditkapital von planmäßig 14,5 Mio. € sollte die Finanzierungslücke geschlossen und die Teilrückführung des Zwischenfinanzierungskredits gewährleistet werden.

Das Schiff ist wie das Schwesterschiff, die „MS Conti-Almandin“ ein Supramax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 57.000 tdw. Bereits das Jahr 2009 wurde in Fachkreisen als ein schwieriges Jahr für die Bulker-Schifffahrt beschrieben. Im Jahr 2010 wurde in Fachzeitschriften deutlich auf die bereits bestehende und sich weiter verschärfende Überkapazität in diesem Marktsegment hingewiesen. Insbesondere bei den Supramax-Bulkern war mit einem weiteren Anstieg aufgrund der registrierten Bauaufträge um weitere 17 % der Weltflotte zu rechnen. Der Prospekt beschreibt dennoch ein positives Marktumfeld und weist auf die bestehende Überkapazität nicht hin. Damit liegt ein Prospektfehler vor, welcher– nach Ansicht von Witt Rechtsanwälte - einen Schadenersatzanspruch der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter nach den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne begründet.

Witt Rechtsanwälte werden vor dem Oberlandesgericht München ein KapMuG-Verfahren wegen der gerügten Prospektfehler führen. Das Landgericht München I hat am 26.10.2018 unter dem Aktenzeichen 27 OH 14661/18 einen Vorlagebeschluss an das OLG München erlassen. Der Beschluss kann im Bundesanzeiger eingesehen werden (klicken Sie hier). Damit ist eine kostengünstige Hemmung der Verjährung durch Anmeldung nach § 10 KapMuG möglich. Rechtsanwältin Dr. Tamara Knöpfel von Witt Rechtsanwälte hilft Ihnen hier gerne weiter.