Conti Aragnonit

Der Prospekt des Conti 183. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Aragonit“ Schiffsfonds wurde am 05.07.2012 aufgelegt. Die MS Conti Aragonit ist ein Supramax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 57.000 tdw.

Das Schiff war von der Conti Unternehmensgruppe im September 2008 von der Brighton Shipping Company Co., Ltd, Naussau – noch im Bau befindlich – übernommen worden. Das Schiff wurde am 15.05.2012 von der Werft an die Fondsgesellschaft ausgeliefert.
Der Baupreis für das Schiff betrug 35.300.000,- US$. Die Finanzierung erfolgte durch die HSH Nordbank und die DekaBank Deutsche Girozentrale. und wurde durch die HSH Nordbank finanziert. Diese gab der Fondsgesellschaft zunächst einen Zwischenfinanzierungskredit in Höhe von 37,4 Mio. US$, welcher bei Ablieferung des Schiffes teilweise zurückgeführt werden musste und im Übrigen in ein Schiffshypothekendarlehen umgewandelt wurde. Durch das eingeworbene Kommanditkapital von planmäßig 12 Mio. € sollte die Verpflichtung zur Teilrückführung des Kredits gegenüber den Banken erfüllt werden. Diese gewährten für den Zeitraum zwischen Ablieferung des Schiffes und vollständiger Einzahlung der Gesellschaftermittel einen Eigenmittel-Zwischenfinanzierungskredit von 12,5 Mio. €.

Mit der STX Pan Ocean Co. Ltd, Südkorea war ein 12-jähriger Chartervertrag abgeschlossen. Die STX Pan Ocean Co. Ltd ist im Jahr 2013 in Konkurs gegangen.

Obwohl nunmehr der Geschäftsführung aus diversen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften seit bekannt war, dass die bereits vorhandene Überkapazität nicht durch das Weltwirtschaftswachstum aufgefangen wurde, sondern zu einem stetigen Rückgang der Charterraten führte, wird in dem Prospekt dennoch von einem „mittelfristig positiven Marktumfeld“ gesprochen. Nach Ansicht von Witt Rechtsanwälte ist dies grob fehlerhaft, die Tatsache, dass eine Überkapazität auf dem Bulker-Schifffahrtsmarkt vorhanden ist, wird nicht erwähnt.
Es liegt daher – nach Ansicht von Witt Rechtsanwälte - ein Prospektfehler vor, welcher einen Schadenersatzanspruch der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter nach den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne begründet.

Da die HSH Nordbank jedoch zu Februar 2018 aufgrund der „faulen Schiffskredite“ abgewickelt werden soll, könnten sich hieraus neue Probleme ergeben. Witt Rechtsanwälte informiert Sie gerne in einem kostenlosen Informationsgespräch über die weiteren Möglichkeiten.