Conti Larimar

Der Prospekt der Conti 171. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Larimar“ Schifffonds wurde am 06.06.2011 herausgegeben. Die MS Conti Larimar ist ebenfalls ein Supramax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 57.000 tdw.

Das Schiff war von der Conti Unternehmensgruppe im Dezember 2006 in einer chinesischen Werft in Auftrag gegeben worden. Im Bauvertrag war der 31.10.2011 als Auslieferungsdatum vereinbart worden.

Der Baupreis für das Schiff betrug 34.669.000,- US$. Die HSH Nordbank finanzierte den Baupreis. Sie gewährte einen Zwischenfinanzierungskredit in Höhe von 34,4 Mio. US$ gewährt, welcher bei Ablieferung des Schiffes teilweise zurückgeführt werden musste und im Übrigen als Schiffshypothekendarlehen über 26,7 Mio. US prospektgemäß fortgeführt werden sollte. Durch das eingeworbene Kommanditkapital von planmäßig 11 Mio. € sollte die Verpflichtung zur Teilrückführung des Kredits gegenüber der HSH Nordbank erfüllt werden.

In einer Fachzeitschrift vom April 2011 wird mitgeteilt, dass Anfang 2011 ein riesiges Überangebot an Schiffen im Bulk-Carrier-Segment vorhanden ist. Nach wie vor liegt ein hoher Auftragsbestand an Neubauten vor und es erfolgt nur eine mäßige Verschrottung. Dies alles führt dazu, dass es zu einem erheblichen Rückgang der Transportpreise kommt. Der Prospekt attestiert der Conti Larimar trotz solcher deutlichen Warnungen „mittelfristig ein positives Marktumfeld“. Nach Auffassung von Witt Rechtsanwälte werden daher die Markterwartungen falsch dargestellt.

Es liegt daher ein Prospektfehler vor, welcher– nach Ansicht von Witt Rechtsanwälte - einen Schadenersatzanspruch der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter nach den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne begründet.

Da die HSH Nordbank im Februar 2018 aufgrund der „faulen Schiffskredite“ abgewickelt werden soll, könnten sich hieraus neue Probleme ergeben. Witt Rechtsanwälte informiert Sie gerne in einem kostenlosen Informationsgespräch über die weiteren Möglichkeiten.